Sonntag, 20. Januar 2013

Die wirklichen Probleme und die Verantwortlichen

Wieder ein Post, der sich nicht um die normalen "Probleme" von Bloggern drehen, sondern um die wirklichen Probleme - Wassernotstand, hungernde Menschen, Umweltverschmutzung - und die verantwortlichen Menschen dahinter.


Ich finde Kleiderkreisel, was solche Themen anbetrifft, als Beispiel ganz "nett". Jemand eröffnet einen Thread, mag es über ,,Was ziehe ich heute an?" oder ,,welches Make Up trage ich heute?" gehen - die erste Antwort lautet meistens ironisch ,,First World Problems :D". User, die solche Kommentare posten, haben meistens überall etwas zu meckern. Ich meine aber behaupten zu können, dass sich kaum einer dieser User wirklich Gedanken darüber macht, was die wirklichen Probleme unserer Welt sind.

Ich habe Wirtschaft als 4-stündiges Hauptfach. Wir behandeln dort gerade unser Abiturthema ,,Globalisierung". Die Erschließung der Welt, die Entstehung eines Weltbinnenmarktes. Die Globalisierung scheint der Ursprung dieser Probleme zu sein - wenn man sie an Beispielen wie Wasserknappheit definiert. Aus der Globalisierung gingen Ausbeutungen in Sachen Rohstoffe, zum Beispiel auch Wasser, von Drittländern/Entwicklungsländern und sogar Industrieländern wie der USA hervor. Global Players (Führungspersonen von großen Unternehmen wie Nestle, Coca Cola oder Shell beispielsweise) bekommen auf gut Deutsch den Hals nicht voll - die Ergebnisse: hungernde und verdurstende Menschen.

Auf den Punkt Wasserknappheit durch Ausbeutung möchte ich im Folgenden näher eingehen:

Zu dem Thema kann ich euch die Dokumentation Flow - Wasser ist Leben ans Herz legen. Dort wird an Beispielen anschaulich erklärt, was Unternehmen wie Nestle mit den Trinkwasservorkommen anstellen. Gerade Nestle ist ganz hoch im Kurs - sogar in den USA zapfen sie Wasser aus der Erde ab. Zum Teil haben die Menschen in der näheren Umgebung dann kein Wasser mehr - es wurde gegen Nestle geklagt, da die darauf folgenden Schäden für die Umwelt offensichtlich waren. Zunächst gewann man den Prozess, doch Nestle legte Berufung ein - und darf heute noch dort Wasser fördern.

Coca Cola beutet Trinkwasservorkommen in Drittländern für deren Getränkeproduktion aus, Demonstrationen folgten (wird im Film ebenfalls gezeigt).

Vom Weltwasserrat erzählt der Film ebenfalls: In diesem soll eigentlich erzielt werden, dass allen Menschen weltweit genug Trinkwasser zur Verfügung steht. Ironischerweise sitzen in diesem Rat jedoch genau diese Leute, die die Ausbeutung voran treiben!


Doch sind die diese Global Players wirklich einzig und allein für diese Probleme verantwortlich?

Wenn man über die Tatsache nachdenkt, dass wir Unmengen an Geld für normales Trinkwasser in Flaschen, genauso wie es aus unserem Hahn kommt, ausgeben, muss man sich schon an den Kopf fassen - wir unterstützen dadurch genau solche Firmen wie Coca Cola und Nestle. Was kann der einzelne Mensch denn dagegen tun? Richtig - so gut wie nichts. Allein kann man diesen "Kampf" gegen die Ausbeutung nicht führen - selbst wenn man diese Firmen boykottiert, groß etwas ändern wird das nichts. Wir befinden uns in einer unbemerkten Diktatur, geleitet von diesen Global Players.

Daher die Frage: Ist die Globalisierung wirklich so gut, wie es die meisten behaupten? Ich sage: nein!
Falls ihr mehr Infos zum Thema haben möchtet, schaut euch oben genannten Film an. Das Thema zieht leider immer größere Kreise und ich für meinen Teil bin wirklich froh, dass mir diese Themen in der Schule gezeigt werden und man sich eine eigene Meinung bilden und sich entsprechend verhalten kann.

Kommentare:

  1. naja man kann die kleinen läden unterstützen ganz einfach, und eben direkt darauf ahcten was man wo kauft und die unterstützung für diverse firmen einstellen. greenality zum beispiel ist rein fairtrade

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja klar, ist zumindest ein Anfang. Aber leider informieren sich noch viel zu wenig Leute darüber und dementsprechend tut sich da aktuell noch nichts.

      Löschen